Samstag, 19. September 2009

Bewerbungen im Internet versteigert

Einer Firma war die Vernichtung der eingegangenen Bewerbungsunterlagen wohl zu teuer (und das Zurückschicken sowieso) und so wurden mal eben 500 Bewerbungsmappen im Internet versteigert - mit umfangreichen Inhalt. Was eben so dazu gehört: Anschreiben mit Adresse, Bild und Unterschrift, Zeugnisse etc.

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IWF trennt sich von 403 Tonnen Gold

Endlich mal 'ne gute Idee: Der IWF will einen Teil seiner Gold-Reserven verkaufen, um damit Kredite an arme Staaten zu finanzieren:

IWF trennt sich von 403 Tonnen Gold

Freitag, 18. September 2009

Starkes Elternhaus für 4,81 Euro?

Nach dem Amoklauf in Ansbach diktiert der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu der Frage, wie solche Gewalttaten künftig zu verhindern seien, dem Fernsehsender Phoenix ins Mikrofon: "Wir brauchen starke Elternhäuser, wir müssen Familien in ihrer Erziehungskompetenz stärken."

Gut gebrüllt, Löwe! Wie wärs dann mit dem Mindestlohn, wenigstens?!

Das Wichtigste, was Eltern ihren Kindern mitgeben können, ist das eigene Vorbild. Aber was für ein Vorbild sind Eltern, die von Mini-Job zu Mini-Job hasten und sich zusätzlich noch vom JobCenter demütigen lassen müssen, weil es trotz all der Plackerei nicht reicht?

Und gleichzeitig ist der Zocker-Zirkus in der Finanzwelt wieder voll im Gange und die Herren der Börsen reagieren empört auf eine etwaige Begrenzung der Managergehälter. "Was, nur noch 10 Millionen Euro pro Jahr?!"

Wer will in einer solchen Welt erwachsen werden? Wer will schon Teil einer solchen Gesellschaft sein?

Sonntag, 15. Februar 2009

Waffenruhe zwischen Hamas und Israel?

»Neues Deutschland« vermeldet auf Seite 1 (Ausgabe 14./15.02.2009), eine Grundsatzeinigung zwischen Hamas und Israel wäre durch Ägypten vermittelt worden:

"Danach muss die Hamas unter anderem sicherstellen, dass Israel weder mit Raketen noch mit Mörsergranaten angegriffen wird. Als Verstoß gelten außerdem das Legen von Bomben am Grenzzaun sowie Terroranschläge in Israel."

Aha. Die Israelis wollen nicht mehr beschossen werden. Eine Selbstverstädlichkeit. Dass die Hamas dem zustimmt, deutet allerdings darauf hin, dass der Hamas der Raketenbaustoff ausgegangen ist. Denn das Schicksal der palästinensischen Bevölkerung ist ihnen schlicht egal: Nachdem sich die Hamas im Juni 2008 im Gaza-Streifen an die Macht geputscht hatte, gingen sie nicht nur gegen Fatah-Organisationen vor, sondern auch gegen alle möglichen Hilfsorganisationen und die unabhängige Presse. Unter anderem wurde ein für die ARD tätiger Kameramann inhaftiert und gefoltert: Die Fatah handelte nach dem alten, in diesen Breitengraden nach wie vor beliebten Grundsatz: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Pro verhaftetetem Fatah-Mann in Gaza ein verhafteter Hamas-Anhänger im Westjordanland. Persönliche Verantwortung oder Schuld? Egal - Sippenhaft ist dort nicht nur ein Stichwort: Tatsächlich sind dort mächtige Familienclans Grundlage der politischen Macht. Wahl hin oder her.

Im August 2008 nahm die Hamas die verbliebenen Fatah-Anhänger dermaßen unbarmherzig ins Visier, dass 200 von ihnen in Israel (!) Schutz suchen mussten. Die Verwüstungen, die die Hamas dabei in Gaza anrichtete, waren so schlimm, dass sich laut FAZ Einwohner aus Gaza-Stadt nicht daran erinnern konnten, "dass die israelische Armee jemals so gewütet habe wie die maskierten Kämpfer der Islamisten: Hunderte Granaten und Kassam-Raketen seien abgefeuert worden, sogar auf ein mehrstöckiges Wohnhaus." Wenn man den FAZ-Text jetzt noch einmal liest, stellt sich unwillkürlich die Frage: Sind die entsetzlichen Verwüstungen in Gaza-Stadt tatsächlich von der israelischen Armee zu verantworten oder handelt es sich "Überbleibsel" der Hamas-Übergriffe einige Monate zuvor?

Wenn es tote Palästinenser gibt, am besten tote Kinder, dann ist die Hamas ganz hilfbereit und führt die Presse an den Ort des Geschehens. Nimmt die Hamas aber selbst ihre "Mitbürger" ins Visier, dann landen Journalisten im Gefängnis.

Eine andere Merkwürdigkeit dieses Dauer-Konfliktes besteht darin, dass wir ständig davon hören, wie viele Palästinenser verletzt und getötet wurden. Auf israelischer Seite scheint es dagegen kaum Opfer zu geben. Das liegt zum einen wohl daran, dass sich der israelische Staat um den Schutz seiner Bürger kümmert. D.h. es gibt Schutzräume, Raketenwarnungen und Versuche, Fluggeschosse abzuwehren.

Für die Hamas (und Hizbollah zuvor) aber sind Bilder von toten Palästinensern, am besten toten Kindern, die wichtigste Waffe. Deswegen gibt es nicht nur keinen Schutz der Zivilbevölkerung, sondern es werden Angriffe mitten aus Wohngebieten heraus gestartet: Schlägt die israelische Armee zurück, sind so zivile Opfer garantiert. Und da weder Hamas noch Hizbollah bei ihrem Kampf gegen Israel eine Uniform tragen, muss man nur das Gewehr wegnehmen, um aus einem toten Hamas-Kämpfer einen toten Zivilisten zumachen.

Wenn man tatsächlich danach sucht, kann man auch Opfer von palästinensischem Terror im Internet finden. Diese Liste ist nicht neu (aber dafür ins Deutsche übersetzt), zeigt jedoch: Alle paar Tage sterben Israelis durch palästinensischen Terror. Und man fragt sich, warum in der grundsätzlichen Vereinbarung über eine Waffenruhe das Erschießen von Israelis nicht enthalten ist - immer wieder werden Menschen von palästinensischem Gebiet aus erschossen...

Auch auf etwas anderes will die Hamas sich nicht einlassen: Die Freilassung des 2006 entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit. Israel würde dafür sogar 1.000 inhaftierte Palästienser freilassen. Auch Mörder. Aber entweder ist das nicht genug - oder Gilad Schalit ist längst tot. Aber selbst für die Übergabe des Leichnams würden Gefängnis-Insassen freigelassen. 'Besser heute als morgen', denken vermutlich die meisten Inhaftierten.

Aber wie gesagt: Der Hamas geht es nicht um das Wohl der Menschen oder wenigstens das Wohl der Einwohner des Gaza-Streifens. Es geht um 'höhere' Ziele - für die die kleinen Leute sterben...

Freitag, 12. Dezember 2008

Nach den Banken: Die Autobauer fordern Hilfen - und kriegen sie (zumeist)

Schwedens Regierung stützt Autobauer: Staatsmilliarden für Volvo und Saab



In den USA gab es schon vor einigen Monaten 25 Milliarden für die US-Autoindustrie, aber beim Nachschießen (was sind schon 25 Milliarden?) tut sich der republikanisch dominierte Senat schwer...

FBI arbeitet Immobilienkrise auf

Auf unregulierten Märkten treiben sich schnell auch "echte" Kriminelle herum. So hat das FBI jetzt Arbeit für die nächsten Jahren oder Jahrzehnte, denn Banken hat Fälle von Kreditbetrug oft nicht zur Anzeige gebracht, da sie dennoch gut verdient haben. Und nebenbei hatten manche Bankmanager wenigstens so viel Durchblick, dass sie die Aktien ihrer eigenen Bank verkauft haben, bevor der große Crash publik wurde...

Video: FBI arbeitet Immobilienkrise auf

Sonntag, 9. November 2008

Bank an Staat: Bitte übernehmen!

Nie gab es eine Bank billiger: Lettland kauft Parex Bank für 2,82 Euro

Aber: "Ein Bankrott hätte die Steuerzahler rund eine Milliarde Dollar gekostet. " Toll. Irgendwie fehlen einem langsam die Worte...

Freitag, 7. November 2008

Rechtsextreme Wasserkraftwerke?

Als wenn's sonst keine (Energie-) Probleme gäbe: Die atomaren Lobbyisten reden den Wiedergänger Kernenergie herbei, als wenn schon alle (oder wenigstens einige) Probleme rund um den tödlich strahlenden Energie-Abfall gelöst wären. Immer wieder wird behauptet, dass der deutsche Strombedarf gar nicht durch erneuerbare Energien gedeckt werden könnte. Und falls doch, dann erst viel, viel später. Beides sind Lügen: Sonne, Wind und Wasser — ungenutzte Potenziale in Deutschland. Aber man muss Potentiale auch nutzen...

Aber zurück zu den Wasserkraftwerken bzw. dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg, Manfred Lüttke. Der Verbandschef nennt Bonhoeffer "Landesverräter". Dabei ist ihm dasselbe wie dem Papst passiert: "Lüttke selbst sieht sich als Opfer einer Rufmordkampagne – er will nur aus der Literatur zitiert haben." Na dann...

Montag, 3. November 2008

Katholische Priester müssen "positives und stabiles Gefühl der eigenen männlichen Identität" haben...

...ansonsten werden sie vom Priesterseminar ausgeschlossen, verkündet der Vatikan in neu erarbeiteten Richtlinien:

»Die Richtlinien sehen vor, dass bei der Prüfung etwa eine "verwirrte oder noch nicht gut definierte" sexuelle Identität angesprochen werden kann. Wenn ein angehender Priester beispielsweise "tief sitzende homosexuelle Neigungen" zeige, solle seine Ausbildung abgebrochen werden. Kandidaten müssten ein "positives und stabiles Gefühl der eigenen männlichen Identität" haben und ihre Sexualität mit dem Zölibat in Einklang bringen können.«

-> Vatikan will Psychotests für Priesterkandidaten

Im chinesischen Kaiserreich waren die den Kaiser umgebenden Eunuchen die mächtigsten Männer. Im Grunde sucht die katholische Kirche also Eunuchen für das Himmelreich.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

24 Milliarden Dollar Minus in drei Monaten

Das schafft auch nicht jeder! Diese Leistung ist reif für's Guinness Buch der Rekorde!

"Die Marktbedingungen haben sich radikaler verändert als von uns allen erwartet", erklärte Wachovia-Chef Robert Steel bei der Vorlage der Zahlen. Vor fünf Wochen hatte Steel noch betont, sein Unternehmen befinde sich in einem guten Zustand.

-> 24 Milliarden Dollar Minus in drei Monaten

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