Wie kommen deutsche Gewehre nach Georgien?
... fragte Report Mainz am18.08.2008.
"Als Krisenregion war Georgien schon lange tabu für Rüstungsexporte. [...] Wie dann das Kriegsgerät trotzdem nach Georgien kam, könne Heckler und Koch nicht erklären. Ein Interview lehnt das Unternehmen ab."
Otfried Nassauer, Leiter Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit: »Egal, wie diese Waffen nach Georgien gekommen sind, ob sie illegal aus Deutschland geliefert worden sind, ob ein Lizenzbauer gegen die deutschen Regel verstoßen hat oder ob ein Empfänger dieser Waffen, der sie auf legalem Weg aus Deutschland kriegte, unberechtigterweise weiterexportiert hat – auf jeden Fall zeigt sich, dass es ein klares Problem mit der deutschen Rüstungsexportkontrolle und der Kontrolle des Endverbleibs solcher Waffen gibt. [...] Dass die deutschen G36 schon auf einem Foto aus dem Jahr 2005 auftauchen, ist ein starkes Indiz dafür, dass die deutschen Behörden, die in Georgien arbeiten, entweder die Augen zugemacht haben, oder die Bundesregierung sich mit solchen Exportfällen erst dann beschäftigt, wenn die Öffentlichkeit darauf aufmerksam geworden ist.«
"Als Krisenregion war Georgien schon lange tabu für Rüstungsexporte. [...] Wie dann das Kriegsgerät trotzdem nach Georgien kam, könne Heckler und Koch nicht erklären. Ein Interview lehnt das Unternehmen ab."
Otfried Nassauer, Leiter Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit: »Egal, wie diese Waffen nach Georgien gekommen sind, ob sie illegal aus Deutschland geliefert worden sind, ob ein Lizenzbauer gegen die deutschen Regel verstoßen hat oder ob ein Empfänger dieser Waffen, der sie auf legalem Weg aus Deutschland kriegte, unberechtigterweise weiterexportiert hat – auf jeden Fall zeigt sich, dass es ein klares Problem mit der deutschen Rüstungsexportkontrolle und der Kontrolle des Endverbleibs solcher Waffen gibt. [...] Dass die deutschen G36 schon auf einem Foto aus dem Jahr 2005 auftauchen, ist ein starkes Indiz dafür, dass die deutschen Behörden, die in Georgien arbeiten, entweder die Augen zugemacht haben, oder die Bundesregierung sich mit solchen Exportfällen erst dann beschäftigt, wenn die Öffentlichkeit darauf aufmerksam geworden ist.«
Guck in die Welt - 6. Okt, 10:59
